Verhandlungen zum legalen Filesharing-Netz geplatzt

    • Verhandlungen zum legalen Filesharing-Netz geplatzt

      Verhandlungen zum legalen Filesharing-Netz geplatzt
      Der Traum ist vorbei, aber wir haben ihn genossen. Die Pläne für eine Musikflatrate beim Provider Virgin Media wurden eingestampft.

      Eigentlich war nichts anderes zu erwarten, doch die Hoffnungen waren größer als jemals zuvor. All dies half jedoch nichts - die Verhandlungen zwischen dem Provider Virgin Media und den Majorlabels sind gescheitert. Laut The Register wollten insbesondere Universal und Sony Music nicht auf den Megadeal für die Filesharing-Flatrate eingehen. Nach heftigen Wortgefechten im Vereinigten Königreich unterzeichneten die größeren Provider vergangenes Jahr eher gezwungen ein Manifest, nun auch gegen Urheberrechtsverletzungen ins Feld ziehen zu wollen, um illegales Filesharing zu unterbinden.

      Durch die Intervention der Regierung kam es schlussendlich sogar zu Gesprächen bezüglich einer Musik-Flatrate, welche mit einer pauschalen Gebühr an den Internetanschluss gekoppelt werden sollte, und Filesharing von Musik für diejenigen legalisieren würde. Virgin Media war unverzüglich auf diesen Zug aufgesprungen und hatte als Zeichen des guten Willens, so gut es ging, kooperiert und zwar in der Frage, als es darum ging, die eigene Kundschaft für ihr Verhalten zu ermahnen. In Zusammenarbeit mit Playlouder wollte man eine eigene Software mit eigenem P2P-Netz anbieten, welches auf den Namen "Virgin Music Unlimited" getauft wurde. Playlouder arbeitet an entsprechenden Entwicklungen bereits seit mehreren Jahren. Den Todesstoß für die Verhandlungen setzten nun die Major Labels, so The Register. Warum diese ihr Einverständnis nicht geben wollten, ist bislang nicht klar. Faktisch waren diese jedoch nicht die Einzigen, welche sich gegen eine solche Flatrate wehrten. Auch zahlreiche IT-Experten und Datenschützer kritisierten Virgin Media, welche durch Playlouder mithilfe sogenannter Deep Packet Inspections herausfiltern wollte, welche Künstler wie oft geshared werden. Nur so wäre eine faire Verteilung der Gebühren von etwa 5 Britischen Pfund möglich gewesen. Der Traum ist vorbei, die Realität ist zurück.

      Quelle: gulli